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Protokoll "Betroffenenvertretung SpV" am 13. Oktober 2005 (Protokoll: 20.10.2005 Kommer/BV SpV) Hinweis: Diese Treffen sind öffentlich* Themen:
Anwesenheit• 10 Mitglieder: Fr. Thierfelder, Hr. Blaesius, Hr. Lohrengel, Fr. Beccard, Hr. Stinnes, Hr. Birkholz, Hr. Heller, Herr Türschmann, Fr. Motzkus, Hr. Augustin • 7 Mitglieder entschuldigt: Hr. Schulz, Fr. Koch, Hr. Biller, Hr. Bertermann, Hr. Sandig, Hr. Lukic, Hr. Zahn • 6 Gäste: Hr. Baumgart/Bezirksamt Mitte, Hr. Prof. Lindenau, Hr. Nijman, Fr. David/SPD-Fraktion BVV Mitte, Fr. Schauer-Oldenburg/Fraktion Bündnis 90/Die Grünen BVV Mitte, Hr. Regehr 1. Begrüßung, Beschlussfassung der Tagesordnung, Protokollkontrolle (22.09.2005)Hr. Augustin leitet die Sitzung. Er begrüßt die anwesenden BV-Mitglieder, die Gäste und besonders Hr. Baumgart vom Amt für Umwelt und Natur des Bezirksamtes Mitte. Das vorliegende Protokoll vom 22.09.2005 wird von den anwesenden BV-Mitgliedern bei einer Enthaltung bestätigt. mehr: 2. Grün in der SpVHerr Baumgart vom Amt für Umwelt und Natur stellt den Entwicklungsstand der Grünflächen in der SpV dar. Im Amt für Umwelt und Natur findet die übergeordnete Planung statt. Es existiert ein Spielplatzentwicklungsplan. Für die Erhaltung und Pflege der Grünflächen ist das Straßen- und Grünflächenamt zuständig. 1. Der Schendelpark ist im Bau. Frau Thierfelder bemängelt das Fehlen eines Bauschildes mit dem Entwurfsplan für den Umbau des Parks. 2. Der Garnisonfriedhof ist instandgesetzt. 3. Die Grünanlage und der Spielplatz am Gormanndreieck sind fertig. 4. Der Koppenplatz war die erste Instandsetzungs-Maßnahme in den 90er Jahren. Herr Baumgart ist der Ansicht, der Park hätte schon wieder eine Sanierung verdient. 5. Das Gipsdreieck wurde 2001/2003 zur Grünfläche mit Spielplatz umgestaltet. 6. Der Alte Jüdische Friedhof ist bis auf die Vorfläche rechtlich keine öffentliche Grünanlage. Die Benutzung wird jedoch durch die jüdische Gemeinde geduldet. Herr Nijman teilt mit, dass u.a. Gäste aus dem Mudd Club sich nachts auf der Vorfläche des jüdischen Friedhofs aufhalten und sich im Grün neben dem Denkmal erleichtern, d.h. pinkeln. Auch habe er beobachtet, dass Prostituierte ihre Kunden auf dem Friedhof bedienen. Inzwischen würde der Friedhof als Parkplatz genutzt. 7. Im Krausnickpark wurde im August die Baracke abgerissen und mit dem Umbau begonnen. Der geplante Kitastandort (B-Plan) im Park ist aufgegeben. Die Objektplanung über den Krausnickpark ist von Herrn Hase, Bezirksamt. 8. Der kleine Spielplatz August/Kleine Hamburger Straße ist gerade fertiggestellt. 9.Spielplätze Auguststraße 3-5. Frau Motzkus möchte nachvollziehen können, warum auf dem Grundstück alle Bäume gefällt wurden. Herr Baumgart erklärt, dass durch die nicht aufgefüllten Unterkellerungen der Grundstücke die Standorte der Bäume nicht sicher und deshalb die Bäume nicht zu retten wären. Wegen mangelnder Standsicherheit wäre eine Gefährdung der zukünftigen Spielplatzbenutzer gegeben. Die Fundament-Hohlräume in der Auguststraße 3-5 wurden verfüllt. 10.
Der Umbau des Monbijoupark
ist in Realisierung und muss 2006 fertig werden.
Herr Prof. Lindenau stellt fest, dass sich die Grünsituation im öffentlichen Raum der SpV nicht weiter positiv verändern wird. Deshalb sei es wichtig alle vorhandenen Möglichkeiten zu erschließen: 1. Hofbegrünung: Die Hauptreserven für Stadtgrün liegen in den Höfen. 1999 sei durch ABM-Kräfte von Stadtzentrum Berlin e.V. eine Studie zu der Situation der Hofbegrünung in der SpV entstanden. Es sollte noch mal geprüft werden, wie hoch diese Reserven seien. Dann müsste mit den Eigentümern verhandeln werden, damit Grün flächen angelegt, Fassadenbegrünung und Anpflanzung von Bäumen in die Wege geleitet werden. 2. Straßenbegrünung: Es sollte geprüft werden, welche Möglichkeiten für Neuanpflanzung bestehen. Die Fehlstellen (leere Baumscheiben) müssen sofort neu bepflanzt werden. Die BV muss hier bei den betreffenden Stellen nachhaken. 3. Bessere Qualitätssicherung: So sollten z.B. am Koppenplatz die Ausfälle bei Sträuchern und Bäumen ersetzt werden. Es sei wichtig, in den Parks nach zu pflanzen. 4. Schutz bestehender Grünanlagen: Parks seinen besser zu sichern (z.B. gegen wildes Parken). So wird der Monbijoupark auf der vorgesehenen Feuerwehrzufahrt (am Neubau) als illegaler Parkraum genutzt. An den S-Bahn-Bögen sei der Park durch die Gewerbetreibenden zur Müllablage geworden. Die Bepflanzung der Auguststraße 3-5 sei nicht in Ordnung. Sie müsse gegen die Straße Abschirmung bieten. Die Bepflanzung am Monbijouplatz und am Zwirngraben sei nicht akzeptabel.
Herr Baumgarten teilt mit, dass die Studie von 1999 bekannt ist. Er würde
eine neue Studie begrüßen. Das Hofbegrünungsprogramm
ist seit 1996 eingestellt. Die BV müsse sich zur Umsetzung an die
Eigentümer wenden. Wenn das Bezirksamt Geld gäbe, sei auch eine
finanzielle Unterstützung nicht ausgeschlossen. Die Pflanzung von
Straßenbäumen
ist deshalb problematisch, da viele Bürgersteige in der SpV nicht
die erforderliche Breite von 4 m aufweisen. Auch sind viele unterirdische
Leitungen vorhanden und die SpV ist Flächendenkmal. Die Möglichkeiten
des Pflanzens von Straßenbäumen müssten noch mal überprüft
werden. Auch sollten fehlende Bäume nachgepflanzt werden.
Herr Heller meint, dass Straßenbäume auch auf Parkstreifen gepflanzt
werden könnten. Die Akzeptanz bei Anwohner sei groß, da der
Abstand der Bäume von den Hausfassaden weit genug seien, so dass keine
Beschattung von Wohnungen durch die Bäume stattfinden könnte.
Auch lägen wahrscheinlich keine Leitungen unter den Straßen.
Herr Heller fragt, ob das Amt dieses Thema verfolge. Herr Baumgart antwortet,
es bedürfe eines Anstoßes, damit dieses Thema wieder aufgenommen
wird. Er teilt auch mit, dass ca. 240 Bäume, die gerade zur Verfügung
standen, in den Straßen ohne Leitungsprobleme (z.B. Gartenstraße,
Schröderstraße und Ackerstraße) gepflanzt worden sind.
Der Straßenraum müsste evtl. neu untersucht werden. Er weist
daraufhin, dass die Denkmalpflege sich eindeutig zu der Problematik geäußert
hat, es jedoch sinnvoll wäre das Thema Straßenbäume noch
mal anzusprechen. Das Setzen eines Baumes im Straßenraum kostet ungefähr
3 – 6.000 Euro.
Herr Birkholz äußert, dass der private Hof der Hoffmannschen-Wilheminen-Amalien-Stiftung (ehem. Altenheim Koppenplatz 11) laut Baugenehmigung öffentlich zugänglich sein solle. Herr Baumgart erklärt, dass der Bauherr nur die Auflagen als Gartendenkmal erfüllen müsse. Diese Auflagen kommen von der Oberen Denkmalbehörde. Ihm seien keine Auflagen für eine öffentliche Zugänglich- keit dieses Hofes bekannt. Herr Augustin hat gehört, dass das Entwicklungsunternehmen des Baus an den denkmalpflegerischen Auflagen pleite gegangen sei. Der Innenhof sähe heute aus wie nach dem Krieg.
Herr Blaesius macht zur Qualitätssicherung von Grün folgenden
Vorschlag: Das Rattenproblem könnte durch das Stutzen der Sträucher
im südlichen Teil des Monbijouparks an
dem oberen Weg vor den S-Bahn-Bögen gelöst werden. Nicht die
Gewerbetreibenden seien für die Vermüllung des Parks verantwortlich,
sondern die Nutzer. Deshalb müsste die Frequenz der Termine der Müllentsorgung
erhöht werden.
Herr Augustin schließt den Tagesordnungspunkt und bedankt sich bei Herrn Baumgart für seine informativen Ausführungen zu der Grünsituation im Sanierungsgebiet SpV. mehr: 3. SonstigesB-Plan Spandauer Vorstadt Herr Augustin fragt nach der Zeitschiene der Bearbeitung des SpV-B-Planes. Frau Thierfelder hat noch keine neue Information. Es gibt eine Liste von ca. 150 B-Plänen, die alle noch bearbeitet und beschlossen werden müssen. Frau Schauer-Oldenburg erklärt, dass der B-Plan für die SpV relativ jung ist. Herr Augustin fragt, ob im Jahre 2005 noch eine Bürgerversammlung stattfinden solle. Frau Thierfelder erklärt sich bereit nach dem Zeitplan für die Bearbeitung des B-Planes zu erkundigen. mehr: Drogenproblematik
mehr: Thema
für kommende BV SpV Sitzung: Verkehrsüberwachung
massive
Lärmbelästigung durch Mudd Club, Große Hamburger Straße
Herr Lohrengel meint, dass die Probleme mit den Clubs in den Ämtern geregelt werden müssen. Auch befürchtet er, dass das weitere Bestehen der illegalen Zustände einer Korruption Tür und Tor öffnen. Herr Nijman äußert, dass es keine Betriebsgenehmigung ohne Vorliegen einer Baugenehmigung geben dürfe. Herr Metz vom Bauamt habe ihm gesagt, dass der Schallschutz im Mudd Club geregelt sei. Herr Augustin erklärt, dass ein Betreiber eine Genehmigung vom Gewerbeamt benötigt. Die baurechtliche Situation sei eine andere. Herr Heller fragt sich, ob der Betreiber des Mudd Clubs eine sanierungsrechtliche Genehmigung hat und ob das Wirtschaftsamt das Recht hat die Sanierungsgesetze zu übergehen. Auch sollte der Frage nachgegangen werden, wer die Genehmigungen prüft und ob es Korruption im Umgang mit den Clubs gibt. Herr Blaesius findet Beschwerden der Anwohner legitim. Kontrollen im Vorfeld seien jedoch unangebracht, die BV SpV sei kein Kontrollorgan. Es bestehe für die BV keine Rechtsgrundlage Clubs und Restaurants zu prüfen. Die Betreiber einer Gaststätte müssen der Polizei und den Behörden auf Verlangen die Genehmigungen vorlegen. Viele BV Mitglieder meinten, dass die Anwohner immer wieder Anzeigen bei der Polizei stellen sollten. In den fünf Jahren, seit es den Entwurf des sog. Kneipen-B-Planes gibt, sind 120 Anzeigen (?) gegen Kneipenbetreiber gestellt worden. Zweimal wurde eine Strafe erteilt und dreimal die Konzession entzogen. Frau Oldenburg-Schauer weist auf die politische Möglichkeit der Bürgersprechstunde hin. Frau Thierfelder kenne sich sehr gut mit Klagen beim Ausschuss für Eingaben und Beschwerden in der BVV aus. Frau Motzkus bestätigt die Problematik mit dem Mudd Club und meint, dass dieses am Montag, 17.10.2005 in der Steuerungsrunde SpV behandelt werden sollte. BV-Schreibarbeiten
durch Stadtzentrum e.V. genehmigt
Kontakt
Jüdische Gemeinde
Planungen
der Strandbar-Betreiber im Monbijoupark
mehr: nächste
Sitzung der BV SpV
mehr: Anlagen• keine *Anmerkung
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08.
November 2005
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